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Vereinsvorsitzende und Sitzungspräsidenten in der Geschichte des KV Niederwerth

Ein solch dynamischer Verein, zu dem sich der Niederwerther Karnevalsverein entwickelt hat, kann nur weiter erfolgreich bestehen, wenn er umsichtig, mit dem richtigen Augenmaß und verantwortungsvoll geführt wird. Der Vereinsvorstand und insbesondere der 1. Vorsitzende waren und sind sich in vorbildlicher Weise dieser Verantwortung bewusst. Die effektive Vorstandsarbeit und die Kontinuität in der Vereinsführung sind das Herzstück unseres erfolgreichen Vereinslebens.

Die Vorsitzenden des Vereines:

Mathias Görgen †        1948 -1954

Gerhard Kreuter †       1954 – 1955

Helmut Weber †          1955 – 1993

Karl-Josef Mettler       seit 1993

Mathias Görgen † wurde bei der Gründungsversammlung am 01. Juli 1948 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er führte den Verein bis 1954.

Sein Nachfolger wurde Gerhard Kreuter † der den Vorsitz 1955 an Helmut Weber übergab.

Das Wirken von Helmut Weber † für den Niederwerther Karneval verdient allergrößte Würdigung. Er machte das Bestehen und Gedeihen des Vereins zu seinem „Lebenswerk“. Alljährlich vor dem Saisonbeginn war er für alle der antreibende Motor. Er war sich nie zu schade, auch als „Laufbursche“ ungezählte und ungesehene Dinge zu erledigen. Unter seiner ausgeglichenen Persönlichkeit konnten keine ernsthaften Streitigkeiten aufkommen. Eine verdiente Würdigung seiner unermüdlichen Öffentlichkeitsarbeit wurde ihm 1988 zuteil mit der Verleihung der „Silbernen Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz“. Im gleichen Jahr wurde er mit der Verdienstmedaille des RKK in Gold ausgezeichnet.

Mit Theo Klöckner † als 2. Vorsitzender waren zwei Urkarnevalisten 36 Jahre verantwortlich für die Geschicke des Karnevalsverein Niederwerth. Theo Klöckner wurde für seine Verdienste mit der Verdienstmedaille des RKK in Silber ausgezeichnet.

In der Jahreshauptversammlung 1993 wurden Helmut Weber und Theo Klöckner zu Ehrenvorsitzenden ernannt.

Karl-Josef Mettler übernahm 1993 das Amt des 1. Vorsitzenden. Gemeinsam mit Manfred Hause führt er nun bereits über 30 Jahre den Verein. Karl-Josef Mettler hat den „sanften Wechsel der Generationen“ vollzogen. Auf Altbewährtem aufbauend, wurden unter seiner Führung moderne Elemente, wie Licht und Toneffekte, in den Sitzungsablauf eingebaut und auch das Ambiente der Kostüm- und Maskenbälle neu gestaltet. Er war Mitinitiator, dass sich der Verein seit 1994 auch am Karnevalsumzug in Vallendar beteiligt. „Wir müssen unserem Publikum immer aufs Neue das Beste bieten, das heißt jedes Jahr ein super Programm und in jeder Sitzung volles Engagement. Und damit der Spaßfaktor auch bei den Aktiven nicht zu kurz kommt, dafür ist gesorgt. Nur so kann auch die ungezwungene Freude auf unser Publikum übergehen“, so Karl-Josef Mettler.

Karl-Josef Mettler erhielt anlässlich einer Feierstunde in Niederwerths guter Stube, dem Gasthaus zur Rheinschanz auf Niederwerth, von Landrat Dr. Alexander Saftig für sein großes Engagement im Karnevalsverein die „Silberne Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz“. Anlässlich des 19. Kreisnarrentreffen am 04.02.2015 in Plaidt wurde er von Landrat Dr. Alexander Saftig für hervorragende Verdienste um das karnevalistische Brauchtum mit dem „Kreiswackes“, dem Narrenpreis des Landkreises Mayen-Koblenz 2015, ausgezeichnet. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Vereins wurde er 2023 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Ehrung von Helmut Weber und Theo Klöckner 1993 und Ernennung zu Ehrenvorsitzenden
Helmut Weber und Theo Klöckner (sitzend) Karl-Josef Mettler und Manfred Hause als ihre Nachfolger (1998)

Verleihung des Kreiswackes an Karl-Josef Mettler im Jahr 2015.

Sitzungspräsidenten des KV Niederwerth

Am 20. Februar 1949 fand unter der Leitung von Willi Jächel † die erste karnevalistische „Gala-Damensitzung“ statt, obwohl bei dem damals reinen Männerverein keine Dame zu sehen war. Er führte Regie über die Inselnarren bis 1952.

1953 übernahm Willi Hasse † bis 1956 die Präsentation der Sitzungen. Er war schon damals ein „Urkarnevalist“ und stand bis 2012, als er im Alter von 85 Jahren verstarb, auch in seinem Heimatort Bendorf auf der närrischen Bühne.

Die Sitzung ab 1957 wurde von dem damals noch sehr jungen Mitglied Albert Klöckner † als Präsident geleitet. Er bewies mit dieser verantwortungsvollen Rolle sehr viel Mut und der Verein konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ermessen, welchen Glücksgriff man mit diesem Präsidenten getan hatte.

Vierzig Jahre später nach ununterbrochener beispielhafter Präsidentschaft erfuhr er im Februar 1997 für sein weithin bekanntes Wirken die höchste Ehrung, die je einem Präsidenten im ganzen Kreis Mayen-Koblenz zuteil wurde. Er erhielt als erster Karnevalist von Landrat Berg-Winters den „Kreis-Wackes“ überreicht. Anläßlich des 50-jährigen Jubiläums des Vereins wurde Albert Klöckner mit der „Silbernen Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet und im Jahre 2005 erhielt er für sein Lebenswerk den Zinnhannes Kulturpreis, auch den „Oskar der Karnevalisten“ genannt.

Albert Klöckner † steuerte das Werther Narrenschiff in 273 Sitzungen in einer für ihn typischen souveränen Art mit urwüchsigem Humor sicher durch die Wogen der Fröhlichkeit. Nach der Session 2006 übergab er im Rahmen der Jahreshauptversammlung nach über 50-jähriger Regentschaft dieses verantwortungsvolle Amt an Thomas Stein. Er überreichte Thomas Stein eine neu gefertigte Präsidentenkette und erklärte: „Damit gehen alle Rechte aber auch Pflichten des Sitzungspräsidenten auf dich über. Das Ehrenamt des Sitzungspräsidenten macht nicht reich, aber es wird das Leben enorm bereichern. Es wird etwas bringen, was man mit Geld nicht kaufen kann, nämlich Freude, Spaß und das Gefühl seine Freizeit für etwas Sinnvolles einzusetzen! Ich bin stolz dem KVN anzugehören.“ Rolf Rockenbach – als Versammlungsleiter – dankte Albert Klöckner † mit den Worten: „Lieber Albert, Du hast uns viel gegeben. Nicht nur im Karneval, sondern fürs ganze Leben!“

Seit dem Jahr 2007 leitet Thomas Stein nun auf seine humoristische Weise mit viel Herzblut unsere Sitzungen. Er trat nahtlos in die Fußstapfen des „Großen Albert“. Der Verein kann sich glücklich schätzen mit ihm einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben, der gleich im ersten Jahr sein Publikum verzaubern konnte. Wir sind sicher, dass er noch viele Jahre diese Rolle im Verein innehaben wird.

Wir danken allen Sitzungspräsidenten mit einem „dreifach Niederwerth Helau“ für ihre unvergleichliche Sitzungsschau!

Willi Hasse und Albert Klöckner (1998)

Albert Klöckner erhält von Landrat Berg-Winters den Kreis-Wackes

Ehrenpräsident Albert Klöckner übergibt die Narrenschelle an Thomas Stein